Treffen in der Einsamkeit

Ich hatte mir viel vorgenommen für den Wonnemonat der Strahler. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Statt der Septembersonne überwogen mehrheitlich Regenwolken, Schauer und Schnee das Wettergeschehen. Und wer eher im Hochgebirge strahlt weiss, dass das kein gutes Zeichen ist um grössere Touren zu machen und zu biwakieren. Aber alles der Reihe nach.

Wir wollten oben bleiben und verabredeten uns nicht allzu früh zum Aufstieg. Mit viel Gepäck wanderten wir gemütlich unserer Route entlang. „Schau mal, da oben, zwei Strahler auf demselben Weg wie wir“ bemerkte ein Kollege. Da war’s bei mir vorbei mit Gemütlichkeit, wollte ich doch wissen, wer im selben Gebiet wie wir unterwegs sein würde. Ich schaltete zwei Gänge höher, stieg zügig empor und holte die beiden fast ein. Bei einer entscheidenden Stelle bogen sie rechts ab während wir den linken Weg einschlagen wollten. Janu, vielleicht würden wir uns ja später noch treffen
Zwei Tag später trafen wir die beiden tatsächlich. Einige Minuten dorfen und fachsimpeln, eine willkommene Abwechslung in der steinigen, kargen Landschaft. Keine grossen Funde aber rückblickend wunderbare Strahlertage im Gepäck würden sie morgen ihre Heimreise antreten.

Die Strahler zu kennen die in "meiner" Region strahlen ist mir ein Anliegen. Trifft man doch da und dort an eine angeschriebene Stelle. Eine Jahrzahl oder das genaue Datum sowie eine Kürzel das man mehr oder weniger zuordnen kann lässt einem ahnen oder eben bangen was für Strahlergestalten im näheren Umkreis tätig sind. Nicht selten hört man Gruselgeschichten und Unmut über Kluftraub und Vermutungen wer diesen begangen haben könnte.

Kennt man die Strahler persönlich kann man sich zumindest ein Bild über diese Kollegen machen. Da ich kein Maler und Menschenkenner bin weiss ich nicht wie gute Bilder ich über die Strahler machen kann, die ich treffe!

Wie leserlich manche ihre Kluft anschreiben: Siehe unten...