Das erste "Türchen" 2012

Eigentlich hätte man in unseren Gefilden auf 1000Metern über Meer noch Mitte März nicht daran geglaubt, dass schon drei Wochen später der Schnee dermassen geschmolzen sein würde, dass das Strahlen möglich wäre. Trotzdem zwickten mich alsdann die Beine und ich "musste" meinen Rucksack packen, die Bergschuhe schnüren und eine kleine Nachmittagstour unternehmen. Eigentlich galt die Faszination allerlei alten Löchern und Stellen, denen der kalte Winter etwas hätte anhaben oder verändern können, vorerst tat sich im Aufstieg aber gar nichts. Schon nur die ersten Gehversuche im Gelände machten den Ausflug lohnenswert: Der Geschmack des Frühlings, bei den Klettereien den Fels zu spüren und die Sonnenstrahlen zu tanken tat gut.
Eigentlich schon fast auf dem Rückweg stieg ich eine Rinne hoch in der ich vor zwei Jahren fündig wurde. Eine Mischung aus Geröllhaufen und loser Felswand weckte mein Interesse. Kaum oben angekommen entdeckte ich ein kleines Quarzband, das auf einem Satz abrupt zu Ende war. Der Satz entpuppte sich als untere Hälfte eines Klüftleins. Die obere Hälfte entfernte sich vor Jahren talwärts und liess einen Teil seines Vermögens einfach liegen. Bis 15cm Tannenadeln, Steinchen, Holz und Humus lagen auf der Stelle. Kleine, kristallklare Zäpfchen kamen beim Graben zum Vorschein und das eine oder andere Grüppchen entdeckte die Welt. 

Der Rucksack war nicht viel schwerer als beim Anmarsch, aber die Freude über den kleinen Fund war dennoch gross, findet doch nicht Jeder beim ersten Anlauf gleich Strahlen.