Schnüffler wie ich

Überall wo sich in strahligen Zonen das Terrain verändert, sei es durch natürliche Erosion, Bergstürze oder von Menschenhand geführte Eingriffe in die Landschaftziehen mich die neu entstandenen Gesteinskonturen an. Vielleicht ist ja gerade an einer dieser Stellen eine Kluft zu finden. Wohl kaum, denken Sie jetzt wahrscheinlich.
Die Murgänge im Spreitgraben haben tiefe Spuren hinterlassen, sowohl als Naturereignis in der Landschaft wie auch als ausschlaggebendes Ereignis auf die Verlegung der Transitgasleitung. Es musste gebaggert, gegraben, Erdreich verschoben und gesprengt werden. Andere Interessierte haben die entsprechenden Stellen auch schon mit Handwerkzeugen bearbeitet, eine kleine Ritze blieb aber scheinbar allen Vorgängern verborgen. Nach dem Wegspitzen einer vom sprengen gespaltenen Platte wurde eine mit Wasser gefüllte Öffnung sichtbar. Mit dem kleinen Grübel konnte ich etwa 30cm tief in das Loch einstechen. Mit dem löffelartigen Ende meines Werkzeugs schöpfte ich Lehm und Wasser aus der Kluft. Etliche mit kleinen Mineralien besetzte Plättchen sowie einige kleine, aber glasklare Bergkristalle kamen zum Vorschein. Die grösste Spitze misst etwa 3 cm. Dass ich den grossen Fund an dieser Stelle wohl kaum machen würde war mir schon am Anfang dieser Wanderung bewusst. In der ersten Märzhälfte aber schon mit der „Strahlersaison“ beginnen zu können ist doch auch schön…….

Juni 2011