GRIMSELKRISTALL

Wetter in Guttannen 

mit Meteocentrale Schweiz

Jeder hat eine andere Sichtweise, dies ist die meine…. 

Guttannen hat sehr vieles zu bieten.

Wenige sehen dies aber wie Reto Schläppi

Das erste "Türchen" 2012

Eigentlich hätte man in unseren Gefilden auf 1000Metern über Meer noch Mitte März nicht daran geglaubt, dass schon drei Wochen später der Schnee dermassen geschmolzen sein würde, dass das Strahlen möglich wäre. Trotzdem zwickten mich alsdann die Beine und ich "musste" meinen Rucksack packen, die Bergschuhe schnüren und eine kleine Nachmittagstour unternehmen. Eigentlich galt die Faszination allerlei alten Löchern und Stellen, denen der kalte Winter etwas hätte anhaben oder verändern können, vorerst tat sich im Aufstieg aber gar nichts. Schon nur die ersten Gehversuche im Gelände machten den Ausflug lohnenswert: Der Geschmack des Frühlings, bei den Klettereien den Fels zu spüren und die Sonnenstrahlen zu tanken tat gut.
Eigentlich schon fast auf dem Rückweg stieg ich eine Rinne hoch in der ich vor zwei Jahren fündig wurde. Eine Mischung aus Geröllhaufen und loser Felswand weckte mein Interesse. Kaum oben angekommen entdeckte ich ein kleines Quarzband, das auf einem Satz abrupt zu Ende war. Der Satz entpuppte sich als untere Hälfte eines Klüftleins. Die obere Hälfte entfernte sich vor Jahren talwärts und liess einen Teil seines Vermögens einfach liegen. Bis 15cm Tannenadeln, Steinchen, Holz und Humus lagen auf der Stelle. Kleine, kristallklare Zäpfchen kamen beim Graben zum Vorschein und das eine oder andere Grüppchen entdeckte die Welt. 

Der Rucksack war nicht viel schwerer als beim Anmarsch, aber die Freude über den kleinen Fund war dennoch gross, findet doch nicht Jeder beim ersten Anlauf gleich Strahlen.

 

Reviermethoen

Die Frage, wer, wo, wann markiert hat taucht scheinbar dieses Jahr immer wieder auf. Nachdem die Sache mit der „Anschreibkluft“ (Siehe nächste Geschichte) begraben war wagte ich mich wieder in dasselbe Gebiet um nach neuen Schätzen Ausschau zu halten. Zwei schon über Jahre freiliegende Quarzbänder, dessen Enden im noch ewigen Eis liegen wurden von mir wieder einmal unter die Lupe genommen.

Unterhalb des ersten Bandes schien ein Strahler eher sein Revier als eine Kluft bezeichnet zu haben. In diesem Revier fand ich keine Anzeichen von Mineralien.

Das untere Quarzband war belegt, eindeutig durch Markierungen sichtbar. Beim Anderen, etwa 80Meter oberhalb, war keine Markierung und kein Werkzeug angebracht. Einzig etwa 20Meter nebendran wurde ein Steinblock als Graffitistelle benutzt und fast rundum mit Initialen bestückt. Im Umkreis wie man eine Stelle bezeichnen würde fand ich aber weder eine Kluft noch andere Anzeichen von Kristallen.

Nachdem ich in den vergangenen Jahren nur am Band herum geschnuppert hatte nahm ich heuer meine Wrkzeuge hervor und vermochte eine kleine Tasche zu öffnen. Mit dem Grübel ergatterte ich einge Quarzspitzlein. Warum nicht später nochmal, dachte ich und markierte die Stelle wie es sich gehört.

Tage später rief mich der Kollege aus der Anschreibkluft an. Nach netten Worten folgte eine nüchterne Diskussion über das obere Quarzband, das er vor drei Jahren schon gesehen habe und heuer im Juli anschreiben wollte. Da aber noch zu viel Schnee gelegen hatte fand er die angepeilte Stelle nicht und markierte nach gut dünken. Dass er rund 20Meter neben die Scheibe geschossen hatte verdross ihn nicht. Sein Kollege könne bestätigen, dass sie vor Jahren da gewesen seien und ebenfalls sei er im Besitz von Fotos, die ihre Anwesenheit an besagter Stelle bestätigen würden. Am 20. August 2008 waren mein Kollege und ich ebenfalls an diesem Band tätig, Fotos sind auch bei mir vorhanden.

Wie er seinen Anspruch auf die Anschreibkluft abgegeben hatte war es nun wohl an mir, in den sauren Apfel zu beissen. Ich überliess ihm die Stelle mit der Bemerkung, dass ein Anschreiben auf gut Glück oder nach seiner Reviermethode nicht gerade üblich sei.

Meine Gedanken sind manchmal nicht gerade die schnellsten, sonst hätte ich ihm wohl noch beibringen müssen, dass er an anderer Stelle im selben Quarzsystem wie ich am arbeiten sei. Meine Anschrift an dieser Stelle war angebracht, Werkzeug hinterlegt und die ersten Kristalle in der Vitrine bevor er sich dort breit machte. Vielleicht sollte er auch von anderen Strahlern „Reviermethoden“ anerkennen, wenn er seine Reviere weiterhin besetzen will.

September 2011

Wenn ein Anderer anschreibt...

Etwas mehr als daumengross...

„Das Belegen einer Fundstelle zur Weiterverarbeitung hat durch gut sichtbares Hinterlegen eines Strahlerwerkzeuges und durch das Anbringen eines witterungsbeständigen Schildes mit Namen, Adresse und Datum der Erstbelegung zu erfolgen.“ So lautet der Text des Ehrenkodex der schweizerischen Vereinigung der Strahler, Mineralien- und Fossiliensammler. Hierzulande begnügt man sich grundsätzlich mit dem Anschreiben der Initialen und der Jahrzahl sowie dem Hinterlegen eines Strahlerwerkzeuges. Ein zweiter Finder sollte diese Stelle tunlichst meiden was das Besitz ergreifen von Mineralien betrifft. Nicht alle Zeitgenossen halten sich an diesen Ehrenkodex, so auch geschehen an einem im Spätherbst 2010 gefundenen Ort. Die Anzeichen einer Kristallkuft waren am Gletscherrand nur vage zu erkennen, wenn aber mehrere, gut daumengrosse Spitzen in kluftartigem Dreck im Quarzband liegen darf dies wohl als Fundstelle bezeichnet werden. Der baldige Wintereinbruch liess ein erneutes Aufsuchen der Stelle nicht mehr zu.

Die Spannung beim ersten Auskundschaften der Stelle in diesem Jahr wich dann auch sogleich einer wutähnlichen Stimmung, in der ich die mit rotem Markierspray angebrachten Buchstaben PB 07.11 zu deuten versuchte. 07.11 hinterliess der Sprayer als Finderdatum Juli 2011, aber mit PB konnte ich wirklich nichts anfangen. Tatsächlich hatte sich ein „Kollege“ in Meiner Fundstelle eingenistet. Allerdings gehe ich davon aus, dass er beim finden des Quarzbandes gleich zur Spraydose gegriffen hat, so dass ein umsichtiges Sondieren nach eventuellen Vorgängern auf der Strecke geblieben ist. Auch der Umstand, dass seine Markierung schon im Juli geschah lässt vermuten, dass mein noch an der Stelle liegendes Werkzeug von Winterschnee noch zugedeckt war.

Tage später, der Gedanke an den Nestbeschmutzer immer im Kopf, liessen mich die roten Initialen an einen Strahler zurückdenken den ich letztes Jahr kennengelernt hatte. Sein Name war Hanspeter B (oder auch nicht). Konnte PB nicht auch Hanspeter B. bedeuten? Unsere Begegnung, der Austausch von Telefonnummern, etliche Gespräche und die gemeinsame Begeisterung für Kristalle; ein klärender Telefonanruf sollte Gewissheit bringen. Gesagt getan und Hanspeter war nach kurzem Lagebeschrieb vollumfänglich geständig. Wie schon vermutet schrieb er die Fundstelle im Unwissen eines anderen Finders an. Nicht lange und wir waren uns über die Besitzverhältnisse einig und philosophierten über unsere gemeinsame Freizeitbeschäftigung. Beiden ist es lieber die Stellen des Kollegen zu augapfeln und zu melden wenn sich fremde Individuen daran vergreifen sollten. Er mir oder ich ihm Kristalle zu entwenden ist nicht in unseren Sinne. Lieber im guten Strahlerlatein über gefundene Steine erzählen und die angeblichen Funde des Gegenübers in Gedanken in die richtigen Grössenverhältnisse setzten……

August 2011

Schnüffler wie ich

Überall wo sich in strahligen Zonen das Terrain verändert, sei es durch natürliche Erosion, Bergstürze oder von Menschenhand geführte Eingriffe in die Landschaftziehen mich die neu entstandenen Gesteinskonturen an. Vielleicht ist ja gerade an einer dieser Stellen eine Kluft zu finden. Wohl kaum, denken Sie jetzt wahrscheinlich.
Die Murgänge im Spreitgraben haben tiefe Spuren hinterlassen, sowohl als Naturereignis in der Landschaft wie auch als ausschlaggebendes Ereignis auf die Verlegung der Transitgasleitung. Es musste gebaggert, gegraben, Erdreich verschoben und gesprengt werden. Andere Interessierte haben die entsprechenden Stellen auch schon mit Handwerkzeugen bearbeitet, eine kleine Ritze blieb aber scheinbar allen Vorgängern verborgen. Nach dem Wegspitzen einer vom sprengen gespaltenen Platte wurde eine mit Wasser gefüllte Öffnung sichtbar. Mit dem kleinen Grübel konnte ich etwa 30cm tief in das Loch einstechen. Mit dem löffelartigen Ende meines Werkzeugs schöpfte ich Lehm und Wasser aus der Kluft. Etliche mit kleinen Mineralien besetzte Plättchen sowie einige kleine, aber glasklare Bergkristalle kamen zum Vorschein. Die grösste Spitze misst etwa 3 cm. Dass ich den grossen Fund an dieser Stelle wohl kaum machen würde war mir schon am Anfang dieser Wanderung bewusst. In der ersten Märzhälfte aber schon mit der „Strahlersaison“ beginnen zu können ist doch auch schön…….

Juni 2011 

Die letzte Tour 2010

Immer wieder Neuschnee, immer wieder zugewehte Kluft, immer wieder Schnee wegschaufeln. So gestaltete sich der Strahlerherbst 2010. Die Gletscher die in den Vorjahren aper waren blieben vielerorts mit einer weissen Schneeschicht bedeckt. Ein angefressener Strahler kann aber die Finger nicht so schnell von seinem Hobby lassen, und so fand ich mich auch eine Woche nach der letzten Niederschlagsperiode wieder in den Bergen. Der Schnee war vom Kluftboden weggeschmolzen, der Boden selber aber vermochte von den wenigen Sonnenstrahlen der Septembersonne nicht mehr aufgetaut werden. So musste ich die Fundstelle unverrichteter Dinge verlassen und etwas weiter unten, wo die Sonne mehr Wirkung entfalten konnte mein Glück versuchen. Schon vor Jahren fand ich in einer kleinen Geländemulde ein viel versprechende Stelle an der ich einige dunkle Rauchquarze zu Tage fördern durfte. Damals schien die Kluft zu Ende zu sein. Wie ich nun feststellte musste damals das Ende der Kluft aus gefrorenem Kluftlehm bestanden haben. Mit dem Strahlstock konnte ich nun in den Lehm hineinstechen und erfühlte auch sogleich steinerne Stellen, die aber dem Gespür nach lose im Lehm liegen mussten. Vorsichtig löste ich den Dreck heraus und tatsächlich: Munter schauten Rauchquarz spitzen aus dem eiskalten, braunen Schlamm heraus. Die Freude nach der eher enttäuschenden ersten Fundstelle war gross, wusste ich doch dass dies wahrscheinlich die letzte Tour des Jahres sein würde. Fast vermochte ich mit meinem kurzen Stock nichts mehr zu Tage zu fördern als im finsteren Loch eine nicht allzu kleine Spitze aus dem weggeputzten Lehm herauszuragen begann. Mit den Fingerspitzen am Grübel versuchte ich das Stück vom Dreck zu befreien, wollte ich doch kein Risiko eingehen und eine Verletzung der Spitze riskieren. Mit leichtem Klopfen stellte ich fest, dass der Zapfen lose im Lehm stecken musste. Wie eine Balletttänzerin auf Zehenspitzen kam ich mir mit meinen Fingerspitzen vor. Endlich wollte das gute Stück das Licht der Welt erblicken: einen dunklen, etwa 14 Zentimeter langen Morionzapfen durfte ich mit all den kleineren Funden des Tage einpacken und zu Hause am Brunnentrog waschen und seine Einzigartigkeit bewundern.
Die letzte Tour 2010 war in allen Teilen gedeihlich: Schöne Funde, wunderbare Erinnerungen und die Hoffnung, in diesem Jahr an derselben Stelle noch andere Glücksmomente erleben zu können.

Juni 2011

Die Kluft am Oberaarsee

Bergkristall mit Adular aus der Oberaar

Dass die Oberaar und ihre umliegenden Berge mineralienreich waren und sind muss einem Strahler wohl nicht mehr erzählt werden. Dass aber nur wenige Meter Fussmarsch reichen um eine kleine Kluft zu finden mag doch überraschen.

Im Frühsommer, wenn der Seespiegel des Oberarsees noch tief ist bieten die Flanken bis hinauf zur Grasnarbe eine gute Gelegenheit sich ohne grosse Mühe einige Stunden der Kristallsuche zu widmen. So machten sich meine Kinder und ich vor drei Jahren auf um die grosse Entdeckung am Oberaarsee zu machen. Schon nach kurzer Zeit gruben wir einem Quarzband entlang das mit kleinen Chlorittaschen versetzt war. Nicht lange und die ersten Spitzlein erblickten das Tageslicht. Zum Bergkristall gesellten sich auch Adulargrüppchen. Da wir nicht mit einer derartigen Sache gerechnet hatten fehlte uns das geeignete Werkzeug um unseren Tagbau voranzutreiben. Wir belegten Die Kluft mit Werkzeug, so dass jedermann sehen sollte, dass die Kluft besetzt ist. Die wirklich grosse Entdeckung war es zwar nicht, aber jedes durfte  einige Stücke im Rucksack mitnach Hause nehmen.

Zwei Wochen später suchten wir die Stelle mit geeignetem Werkzeug wieder auf. Leider hatte jemand in der Zwischenzeit den Unterschied zwischen "mein" und "nicht mein" nicht so genau definieren können und an unserer Kluft weitergearbeitet. Unsere Werkzeuge waren nicht mehr auffindbar und in der Kluft nichts mehr zu finden. Enttäuscht mussten wir an diesem Tag erfolglos den Rückzug antreten. Ich hoffe, dass die gestohlenen Mineralien dem Dieb Glück und Freude gebracht haben.

Nicht gewollt....

Doppeter Doppelender aus der Kollegen-Kluft

Im Spätherbst 2007 verabredete ich mich mit einem Kollegen aus dem Unterland um eine Strahlertour zu unternehmen. Er fragte mich, ob sein Kollege auch mitkommen dürfte. Da mein Kollege und sein Kollege beide Nichtstrahler waren schien mir das kein Problem darzustellen. Sollte doch der schöne Tag und nicht unbedingt der Erfolg im Mittelpunkt stehen. Wir zogen am frühen Morgen los, noch bevor der Tag richtig erwacht war. Dem Gletscher entlang suchten wir nach einem Mitbringsel, damit wir abends nicht ohne Beute ins Tal zurückkehren mussten. Die Gegend war nicht gerade als Strahlermekka bekannt, was in mir eher die Wanderlust als das Ausschauhalten nach einer Kluft weckte. Kurz bevor wir den ausgemachten Umkehrpunkt erreicht hätten sahen wir in einem Satz rötlich verfärbte Gesteinsmuster in einer Granitplatte. Nicht lange und ich war einige Meter hochgeklettert. Tatsächlich lag eine Kluft leicht schräg nach unten geneigt hinten am schmalen Felsband. Ein vom Fels abgespaltener, keilförmiger Block musste in mühsamer Arbeit losgelöst und weggemurkst werden. Dahinter kam schöner Kluftlehm zum Vorschein und im Lehm konnte ich tatsächlich kleine Kristallflächen spüren. Etliche kleinere Zapfen konnten wir herauslösen, einige waren für unsere Verhältnisse schon gar nicht mehr so klein. Es kamen etliche Oooh-Erlebnisse zum Vorschein, das grösste Oooh erlebten wir jedoch beim ersten Reinigen im Schnee: Die Kristalle waren allesamt Morione, eine "Steinsorte" die mir bis dahin in meiner Sammlung gefehlt hatte. Nach einem sehr erlebnisreichen Tag trugen drei Kollegen ihre beladenen Rucksäcke hinunter ins Tal, überglücklich solch einen Fund gemacht zu haben. Und die Moral von der Geschicht? Das Finden von Kristallen ist nicht der alleinige Grund für meine Strahlertouren: Die Stille am Morgen, das Erwachen des Tages, das Erleben der Berge ohne die zwanghafte Idee Mineralien finden zu wollen. Wer die Schätze der Berge finden soll, der wird sie auch finden.

Kurze Tour, lange Tour

Auf dem Grat

Nach einer Schlechtwetterperiode machten sich ein deutscher Kollege und ich auf um im Bächlital unser Strahlerglück zu versuchen. Beim Losmarschieren an der Gerstenegg nieselte es zwar, dem Wetterberichtrzur Folge sollte das nasskalte Wetter schnell einem Sonnenscheitag weichen. Das feuchte Nass vom Himmel wich dann auch bald einem hellen schimmer durch den Nebel, dass irgendwo die Sonne scheinen würde war offensichtlich. Aber leider nicht bei uns. Mit zunehmender Höhe schien der Nebel wieder dichter zu werden und wir versuchten uns bei jedem Anheben der ungeliebten Wetterkapriole wieder in der steinigen Landschaft hinter dem Juchlistock zu orientieren. Ohne etwas Zählbares gefunden zu haben brachen wir die Operation Bächlital relativ früh ab und begaben uns wieder Richtung Tal.

Eine ganz andere Dimension erreichte schliesslich eine spätere Tour Oberaar - Tierberg - Unteraar - Hospiz. Mit Ausgangspunkt Staumauer Oberaar begaben wir uns Richtung vorderen Tierberg auf dessen Westseite eine steile Rinne hinauf zum Grat führt. Diese schien uns gangbar, was nicht heissen soll, dass es ein Spaziergang wurde. Auf dem Grat angekommen zeigte sich uns ein Wunderbares Panorama auf den Unteraargletscher. Der Abstieg durch die Nordseite hatte es in sich wie auch der noch hart gefrorene Firnschnee auf dem steilen Gletscher unterhalb. Auf einem Nollen auf 2800müM lachten und einige Kristalle entgegen die wir nicht verachten konnten und nach einer Pause die wir natürlich mit grübeln nutzten entschlossen wir uns den Weg in die Unteraar unter die Füsse zu nehmen. Dass unsere "Wanderung" schlussendlich bis zum Grimsel Hospiz führen würde hatten wir am Morgen beide kaum geahnt. Wir konnten froh sein keine grösseren Funde gemacht zu haben. Hundemüde und ausgelaugt waren wir froh den Zündschlüssel unseres Autos drehen zu können, anstatt noch weiter laufen zu müssen.

Die beiden Touren hätten unteschiedlicher nicht sein können: Im Nebel marschierten wir Luftlinie etwa 5 km, beim Oberaarwackel betrug die direkte Marschdistanz gegen 15 km. Beide Varianten haben eine Gemeinsamkeit: Man unterhält sich, man lernt sich besser kennen, man teilt die Freude über den "schönen" Tag und man kann am Abend auf eine Erfahrung mehr zurückblicken.